Paartherapie

Wenn zwei Menschen sich im Herzen finden, passiert etwas kostbares und einzigartiges.

Diesen hohen Wert, den jede Beziehung von zwei Personen hat, sehe ich als sehr schützenswert.

Meine Arbeitsweise

Paartherapie kann einerseits bei Beziehungskrisen ansetzen. Sie meint nicht, dass eine Beziehung unter allen Umständen gehalten werden kann, aber sie kann Sie dabei unterstützen Orientierung, Klarheit und Perspektiven in Ihrer Beziehung wieder zu entdecken.

Mein Ziel ist es, Sie darin zu fördern wieder in einen guten Dialog zu kommen, Sie wieder in Begegnung zu bringen, gemeinsam das Wertvolle in der Beziehung zu bergen und zu lernen, das Unterschiedliche auszuhalten. Durch ein gegenseitiges Verstehen kann wieder eine Annäherung zum Partner entstehen.

Anderseits sehe ich die Paartherapie auch als eine Art „Schutzimpfung“ für Beziehungen, um Ihnen in geschütztem Rahmen und strukturiertem Dialog die Möglichkeit zu geben, Facetten Ihrer Beziehung (neu) zu entdecken und daraus Kraft für das Zusammenleben zu schöpfen.

Meine Rolle als Paartherapeutin ist es, „Anwältin“ Ihrer Beziehung zu sein, Sie zum gemeinsamen Dialog anzuregen und nicht parteilich einem Partner gegenüber zu sein. Alle Ihre Themen haben einen Platz bei mir, ich habe keine Definition dafür, was gut, normal oder richtig ist. Vielmehr möchte ich sie dabei begleiten und unterstützen, Ihre ganz persönliche Beziehungsform zu finden.

Meine Erfahrung

Das Thema Beziehung und Partnerschaft begleitet mich schon seit meinen psychologischen Anfängen in der Semmelweis Frauenklinik, wo insbesondere die Veränderung der Partnerschaft durch die Geburt eines Kindes im Vordergrund stand und in meiner Ausbildung im Verein „Frauen beraten Frauen“, wo besonders schwierige Beziehungskonstellationen mit Gewalt, Angst, Suchterkrankungen und Trennungsbegleitung im Vordergrund standen. In meiner psychologischen und psychotherapeutischen Praxis biete ich Paartherapie seit 2012 an. In meinem Schwerpunktberuf der Sportpsychologie ergeben sich ebenfalls unterschiedlichste paartherapeutische Aufträge, sei es in der Arbeit mit sog. „Sportpaaren“ (z.B. Tanzsport), bei AthletInnen-TrainerInnen-Beziehungen oder aufgrund der Beziehungs-Herausforderungen für SpitzensportlerInnen.

Wie bei vielen Menschen ist das Leben einer erfüllenden Partnerschaft ein wesentlicher Aspekt für das Wohlbefinden, egal aus welchem Leistungshintergrund jemand kommt. Sollten Sie sich daher mit Ihrem/Ihrer PartnerIn entscheiden, Ihrer Partnerschaft eine unterstützende Fachperson zur Seite zu stellen, dann kann Sie folgendes erwarten:

  • Lernen, sich gegenseitig wieder in Wertschätzung zu begegnen.
  • Ein Besuch im seelischen Land des anderen.
  • Wiederholen, was Sie beim Partner gehört haben und sich verstanden fühlen.
  • Dem Geheimnis Ihrer Beziehung auf die Spur kommen.
  • Sich auf den anderen einlassen.
  • Den höchsten Wert Partnerschaft wieder spürbar machen.

Zielgruppe

Gleichgeschlechtliche und gegengeschlechtliche Paare aller Altersgruppen.

Meine Schwerpunkte

  • Wieder in Begegnung kommen
  • Lösungen für besondere Beziehungen finden
  • (Neu-) Orientierung als Jungfamilie / Paar mit Nachwuchs
  • (Neu-) Orientierung als Patchworkfamilie
  • Unerfüllter Kinderwunsch
  • Verletzung aufgrund einer / mehrerer Außenbeziehung(en) meines/meiner PartnerIn
  • Der/die Ex-PartnerIn nimmt sich zu viel Raum in unserer Beziehung
  • Trennungsbegleitung

 

Existenzanalytische Paartherapie

Basis meiner therapeutischen Ausrichtung ist die Existenzanalyse (siehe auch Seite Methode), welche auch in der Arbeit mit Paaren die Grundstruktur der Beziehungsgestaltung darstellt.

  • Beim Partner gut Dasein-können, die Beziehung gibt beiden Halt und Schutz (z.B. Verlässlichkeit) und Raum (z.B. finanzielle Möglichkeiten, gemeinsamer Wohnraum)
  • In Beziehung treten mit dem anderen und diese zu leben
  • Trotz Paaridentität auch das eigene, individuelle leben können
  • Sinnvolles als Paar gestalten (z.B. Familie gründen)

“Ich liebe Dich dafür, dass Dir kalt ist, wenn draußen 25 Grad sind. Ich liebe Dich dafür, dass Du anderthalb Stunden brauchst, um ein Sandwich zu bestellen. Ich liebe Dich dafür, dass Du eine Falte über der Nase kriegst, wenn Du mich so ansiehst. Ich liebe Dich dafür, dass ich nach einem Tag mit Dir Dein Parfum immer noch an meinen Sachen riechen kann. Und ich liebe Dich auch dafür, dass du der letzte Mensch bist, mit dem ich reden will, bevor ich abends einschlafe. Und das liegt nicht daran, dass ich einsam bin und das liegt auch nicht daran, dass Silvester ist. Ich verrate Dir, warum ich heute Abend hierher gekommen bin: Wenn man begriffen hat, dass man den Rest des Lebens zusammen verbringen will, dann will man, dass der Rest des Lebens so schnell wie möglich beginnt.”

(Harry, in Harry und Sally)

Ihr/Ihre PartnerIn will nicht in die Paartherapie gehen?

Gehen wir davon aus, dass er/sie nicht kann. Was würde er/sie brauchen?

Ich unterstütze Sie am Beginn auch gerne im Einzelsetting, um Antworten auf diese Frage zu finden.

Betreuung durch ein Paartherapeuten-Paar

Für Paare, die es bevorzugen, mit einen Paartherapeuten-Paar zu arbeiten, biete ich gemeinsam mit meinem Kollegen Clemens Marek diese Möglichkeit sehr gerne an. Der Vorteil dieser Konstellation ist es, dass beide Geschlechter in der Paarberatung gleich vertreten sind, was mitunter effektiver in der Analyse unterschiedlicher Standpunkte sein kann und eine kontinuierliche Betreuung gewährleistet, selbst wenn einer der Therapeuten verhindert ist.

www.clemens-marek.at

Empfohlene Literatur

Pointner, S. (2016). Adam, wo bist du? Eva, was tust du? Orac Verlag.

Bösel, S. & Bösel, R. (2012). Leih mir dein Ohr und ich schenk dir mein Herz: Wege zu einer glücklichen Liebesbeziehung. Goldmann-Verlag.

Chapmann, G. (2010). Die fünf Sprachen der Liebe. Francke-Buchhandlung.

Jellouschek, H. (2007). Wie Partnerschaft gelingt – Spielregeln der Liebe. Beziehungskrisen sind Entwicklungschancen. Verlag Herder GmbH.

Jellouschek, H. (2010). Liebe auf Dauer. Verlag Herder GmbH.

Jellouschek, H. & Jellouschek-Otto, B. (2014). Familie werden – Paar bleiben: Wie man einen wichtigen Lebensübergang meistert. Hogrefe-Verlag.

Kast, V. (2015). Paare. Wie Phantasien unsere Liebesbeziehungen prägen. Verlag Herder GmbH.

Kast, V. (2007). Wege zur Versöhnung. Kreuz Verlag.

Hendrix, H. (2009). So viel Liebe wie Du brauchst. Der Wegbegleiter für eine erfüllte Beziehung. RGV Renate Götz.

Lelord, F. (2007). Hector und die Geheimnisse der Liebe. Piper Taschenbuch.

Lelord, F. (2006). Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück. Piper Taschenbuch.

Ludwig, B. (2003). Anleitung zur sexuellen Unzufriedenheit. DVD Kurier Edition.

Norwood, R. (1991). Wenn Frauen zu sehr lieben. Die heimliche Sucht, gebraucht zu werden. Rowohlt Taschenbuch Verlag.

Schmidbauer, W. (1998). Die Angst vor Nähe. Rowohlt Taschenbuch Verlag.

Stiemerling, D. (2013). Wenn Paare sich nicht trennen können. Klett-Cotta Verlag.

„Es ist nicht leicht, wird es nie sein. Es wird schwer sein. Wir werden jeden Tag hart daran arbeiten müssen. Aber das will ich, weil ich Dich will. Ich will Dich ganz und gar, für immer. Dich und mich, an jedem Tag!“

(Noah, in Wie ein einziger Tag)